04.12.2020
Der Landkreis Rastatt hat dem Sozialministerium des Landes die Schwarzwaldhalle in Bühl als am besten geeigneten Standort für die Einrichtung eines Kreis-Impfzentrums vorgeschlagen. Das Land hat vorgestern bereits darüber entschieden und dem Vorschlag zugestimmt. Zuvor hatte eine Delegation des Landratsamts Rastatt unter der Leitung des Ersten Landesbeamten Dr. Jörg Peter die beiden im Vorfeld als mögliche Standorte benannten Hallen begutachtet und deren Stärken und Schwächen für die Zwecke eines Impfzentrums ermittelt.
Gegenüber der ebenfalls als möglich eingestuften Traischbachhalle in Gaggenau besticht die Schwarzwaldhalle in Bühl vor allem durch eine bereits vorhandene Barrierefreiheit. Die Parkplatzsituation auch für Busse ist nach Ansicht des Landkreises sehr gut, außerdem ist die Schwarzwaldhalle in der Nähe des Bahnhofs gelegen und daher gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Schließlich wäre bei der monatelangen Nutzung der Bühler Schwarzwaldhalle als Kreis-Impfzentrum der Vereinssport deutlich weniger beeinträchtigt als in der Traischbachhalle Gaggenau.
Hintergrund: Seitdem sich abzeichnet, dass im neuen Jahr Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 verfügbar sein werden, arbeiten die staatlichen Behörden auf Hochtouren, um schnellstmöglich viele Impfzentren anbieten zu können. Über den Landkreis Rastatt hatte auch die Stadt Gaggenau die Bitte erhalten, geeignete Räumlichkeiten zu melden. Nach einem ausführlichen Abwägungsprozess bot die Stadt Gaggenau dem Kreis und damit dem Land Baden-Württemberg die Traischbachhalle für die Einrichtung eines Kreisimpfzentrums an. Wenn das Land dem Vorschlag des Landkreises folgt, wird es vermutlich in der Region ein Impfzentrum in Bühl und in Baden-Baden geben.
Da eine Impfung über das reguläre System, also die Regelversorgung in den Arztpraxen, zu Beginn der Verfügbarkeit der Impfstoffe noch nicht umsetzbar ist, braucht es neben zentralen Impfzentren im Land auch diese Kreisimpfzentren, um eine bestmögliche Impfung der Bevölkerung sicherzustellen. Mittelfristig sollen die Impfungen dann in den Regelstrukturen, also in den Arztpraxen, stattfinden.
Flankierend zu den Impfzentren werde es mobile Impfteams geben, beispielsweise für Menschen, die daheim bettlägerig sind oder in Pflegeheimen wohnen.
