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Der Winterdienst wird im Schichtwechsel organisiert.
© StVw

11.12.2021

Die ersten Schneeflocken sind inzwischen schon vom Himmel gefallen. Die Pressestelle hat bei den Technischen Betrieben nachgefragt, wie sie sich auf die winterliche Jahreszeit vorbereiten.

Was wird von den Technischen Betrieben der Stadt Gaggenau im Winterdienst betreut?

Die Technischen Betriebe betreuen rechnerisch 180 km Fläche, also mehrere Fußballfelder. Dazu gehören innerstädtische Straßen und Wege, Bushaltestellen, Fuß- und Radwege sowie die AVG Haltestellen im gesamten Stadtgebiet. Die B462 sowie die Land- und Kreisstraßen werden von der Straßenmeisterei betreut.

Wie ist der Winterdienst organisiert?

Schon morgens um drei Uhr überprüft der diensthabende Einsatzleiter die Witterung sowie den Zustand der Straßen und Brücken. Sollten sich Eis und Schnee schon auf den Wegen und Straßen breitgemacht haben, wird die Belegschaft alarmiert, um mit dem Winterdienst zu beginnen. 

Wie viele Mitarbeiter sind für den Winterdienst der Technischen Betriebe notwendig?

Um rund um die Uhr werden insgesamt 50 Mitarbeiter eingesetzt, um den Winterdienst zu gewährleisten. Da wird bei entsprechender Witterung im wöchentlichen Wechsel die ganze Woche gearbeitet - jeweils von Montag 3 Uhr bis Sonntag 24 Uhr.

Wie ist der Winterdienst ausgestattet?

Die Mitarbeiter besetzen die insgesamt 6 Großfahrzeuge, diverse Kleinfahrzeuge und Schlepper oder bilden Handkolonnen, um die nicht befahrbaren Bereiche zu räumen und zu streuen. Für weitere Arbeiten unterstützen auch Fremdfirmen die Mitarbeiter der Technischen Betriebe.

Wie läuft der Winterdienst ab?

Um den Winterdienst strukturiert durchführen zu können, gibt es einen drei stufigen Prioritätenplan. Zuerst werden die Durchgangs- und Hauptstraßen sowie Brücken und die AVG Haltestellen geräumt. Im zweiten Schritt folgen die Sammelstraßen, die zu einer Durchgangsstraße führen. Sind die dann frei, können die Anliegerstraßen ohne nennenswerten Durchgangsverkehr sowie kleine Straßen und Wege geräumt und gestreut werden. Je nach Witterung (z.B. dauerhaftem Schneefall) kann es durchaus vorkommen, dass die Arbeiten nicht nach Plan abgearbeitet werden können. In diesem Härtefall hoffen die Technischen Betriebe auf das Verständnis der Anwohner.

Wie können die Bürger den Winterdienst unterstützen?

Um für die Großfahrzeuge einen problemlosen Ablauf zu sichern, ist es sehr hilfreich, Fahrzeuge so am Straßenrand abzustellen, das für die Räumfahrzeuge mit einer Breite von bis zu drei Metern ein sicheres Durchkommen möglich ist. Sehr oft muss die Tour abgebrochen werden, weil die Räumfahrzeuge zwischen den abgestellten Autos nicht durchkommen. Nachteil ist dabei, dass Straßen und Wege ungeräumt und ungestreut bleiben.

Bei Schnee und Glätte sind Grundstückseigentümer ebenso gefordert. Es liegt auch in deren Verantwortung, dass Fußgänger den Bürgersteig und die Zuwege vor und bis zum Grundstück im Winter gefahrlos benutzen können. Ausreichend ist ein Weg von einem Meter Breite, sodass Fußgänger problemlos aneinander vorbeigehen können.

Bei winterlichen Witterungsverhältnissen ist es außerdem ratsam, den Fahrstil anzupassen und Rücksicht auf Räumfahrzeuge zu nehmen.