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Der symbolische Spatenstich bei der Erschließung des Teilabschnitts sechs im Baugebiet Heil II.
Der symbolische Spatenstich bei der Erschließung des Teilabschnitts sechs im Baugebiet Heil II.
© Stvw.

10.09.2020

Bauplätze in Gaggenau sind sehr beliebt. Allen voran ist das Baugebiet Heil II, das nicht nur mit dem einzigartigen Panoramablick bis zum Baden-Badener „Hausberg“ Merkur überzeugt. Über 500 Bewerber haben sich alleine für die städtischen Baugrundstücke im Teilabschnitt sechs vormerken lassen. Mit dem Spatenstich am vergangenen Montag, 7. September, gaben die Stadtverwaltung, der Erschließungsträger Weber-Consulting und die mit den Bauarbeiten beauftragte Firma Weiss den Startschuss für die Erschließung des Teilabschnitts. Bereits im Februar 2014 hatte der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss hierfür gefasst. Nach rund zwei Jahren intensiver Planungs- und Entwicklungsarbeit ist es nun gelungen, die Umlegung des Wohngebiets zum Abschluss zu bringen. Die Erschließung wird noch ein Jahr andauern, sodass nach der Sommerpause 2021 die Grundstückseigentümer mit dem Hausbau starten können.

Der sechste Abschnitt ist die bauliche Fortentwicklung der in den 1980er Jahren begonnenen Heil-II-Bebauung. Erschlossen werden mehr als 17.000 Quadratmeter Baulandfläche. Für diesen Bereich sind das insgesamt 37 Baugrundstücke mit 25 Einfamilien- und 12 Doppelhausplätzen. Davon sind 20 Baugrundstücke mit mehr als 9.000 Quadratmetern städtisch. Die Grundstücksgrößen für die Einfamilienhäuser umfassen rund 500 Quadratmeter, für die Doppelhaushälften werden rund 300 Quadratmeter bemessen.

Das Baugebiet Heil II besticht vor allem durch seine hohe Lebensqualität. So liegt es zentrumsnah zu allen wichtigen Einrichtungen, wie zu Schulen, Kindergärten und Geschäften. Die Anbindung an das lokale und überregionale Verkehrsnetz ist gewährleistet sowie die Nähe zu Wiesen und Wäldern. „Die Grundstücke im Teilabschnitt sechs sind traumhaft gelegen und zudem bezahlbar. Dass das Bauen in Gaggenau boomt, spricht für unsere Stadt und ihr großes Potential als traditionsreicher und starker Wirtschaftsstandort sowie als begehrter Wohnort im Grünen“, schilderte Oberbürgermeister Christof Florus in seiner Rede vor dem Spatenstich. Für dieses Baugebiet hatte sich eine sehr große Nachfrage gezeigt. Die Vormerkung erfolgt nach einem Punkteschlüssel, wobei unter anderem der Familienstand, die Kinderzahl und der Heimatbezug zu Gaggenau abgefragt werden. Florus versprach, dass die Stadt weiterhin die Weichen so stellen werde, dass weitere Baugebiete ausgewiesen und erschlossen werden.

Von großer Bedeutung im Baugebiet Heil ist das Thema Artenschutz. Die dortige Fläche bietet beispielsweise die ideale Umgebung für Zauneidechsen. Diese werden mit großem Aufwand umgesiedelt und so dauerhafte Schäden an der Population vermeidet. Pro Quadratmeter entfallen 26 Euro für den Artenschutz. „Die Besitzer bekommen mit diesem Anteil eine Pflegegarantie, die insgesamt 25 Jahre umfasst. Das ist erforderlich, um den Schutz der Tiere angemessen sicherstellen zu können. Bisher hatte ich jedoch noch kein Projekt, bei dem der Beitrag so hoch war“, so der Geschäftsführer der Firma Weber-Consulting, Dieter Reininghaus.

Mit der Firma Weber-Consulting hat die Stadt bereits zum vierten Mal sehr erfolgreich ein Baugebiet erschlossen. Zuletzt war es der „Brunnenrain“ in Selbach. Reininghaus betonte, dass für die Grundstücke ein sogenannter Rückauflassungsvormerk besteht. Im Konkreten geht damit eine Bauverpflichtung für die Eigentümer einher, die besagt, dass die Fläche innerhalb von fünf Jahren bebaut werden muss. Damit sollen freistehende Flächen vermieden und sichergestellt werden, dass das Bauland auch wirklich genutzt wird.