21.10.24
Die Fußgängerzone soll erneuert werden, das Haus der Inklusion saniert und auch das City-Kaufhaus wird renoviert werden müssen: Einiges in der Gaggenauer Innenstadt ist in die Jahre gekommen. „Wir tun viel dafür, dass unsere Innenstadt lebt, haben tolle Veranstaltungen, aber wenn es um bauliche Gegebenheiten geht, kommen wir an unsere Grenzen“, fasst Oberbürgermeister Michael Pfeiffer zusammen.
Mit der Ausweisung eines Sanierungsgebietes „Südliche Innenstadt“ könnten einige „Baustellen“ angegangen werden. Zur Vorbereitung des Sanierungsgebietes hatte die Stadt dieser Tage Besuch aus dem Ministerium und dem Regierungspräsidium.
Vertreterinnen des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) und des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH machten sich vor Ort ein Bild vom städtebaulichen Handlungsbedarf. Während des Rundgangs wurden unter anderem Mängel und Missstände sowie mögliche Maßnahmen besprochen. Oberbürgermeister Pfeiffer und Mitarbeitende der Stadtverwaltung stellten zunächst im Rathaus die zentralen Bausteine der weiteren Stadtentwicklung vor. Hierzu gehören unter anderem die Innenstadtstrategie, der Kommunale Wärmeplan und die Planungen zur Neugestaltung des öffentlichen Raums.
Eine wichtige Maßnahme im geplanten Sanierungsgebiet soll das Haus der Inklusion werden. Es gibt eine Reihe weiterer Projekte, die in das Sanierungsgebiet aufgenommen werden sollen. So beispielsweise das Rathaus, die Musikschule oder auch den Murgpark. Bereits im Mai 2024 hat der Gaggenauer Gemeinderat dem Förderantrag für das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ zugestimmt. Sollte dieses bewilligt werden, kann die Stadt im Jahr 2025 mit der Fortschreibung des gesamtstädtischen Entwicklungskonzepts und der Erstellung des gebietsbezogenen Entwicklungskonzepts beginnen. Die Konzeptionen werden dann als Grundlagen in das geplante Sanierungsgebiet einfließen. Neben dem Gemeinderat will die Stadtverwaltung die Bevölkerung in die Vorbereitungen einbinden.
Bis Ende nächsten Jahres soll dann der Antrag für die Städtebauförderung für das Gebiet Südliche Innenstadt eingereicht werden. „Wir hoffen sehr, dass wir im Programm berücksichtigt werden“, erklärt OB Pfeiffer gerade mit Blick auf das Haus der Inklusion. So könnten dort mit Sanierungsmitteln verschiedene bauliche Maßnahmen durchgeführt werden.
