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Das Foto zeigt drei Stadtgärnter mit mehreren Beetpflanzen-Kisten zum Bepflanzen der Beete und Hängekästen in Gaggenau.
Die Stadtgärtner beim Austopfen der Beetpflanzen.
© Stadt Gaggenau

23.4.25

Die Stadtgärtnerei ist wieder unterwegs und richtet die Beete her. Einen Blick über die Schulter gewährte die Kolonne, die vor kurzem in Oberweier an der frisch sanierten Merkurstraße unterwegs war. Dort bepflanzten die Stadtgärtner das Staudenbeet, auf dem während der Bauarbeiten Material gelagert war.

Den Wechselflor hat die Stadt inzwischen stark zurückgefahren. Die Brücken und der Kurpark werden klassisch weiter mit einjährigen Sommerblumen bepflanzt. Aber: „In vielen anderen Beeten verzichten wir auf Wechselbepflanzung durch einjährige Pflanzen und setzen stattdessen auf eine dichte Bepflanzung mit hitzeresistenten Stauden“, erläutert Michael Knöbl von der Stadtgärtnerei. „Dies ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch viel nachhaltiger.“ Die Präriestauden, die Trockenheit gut vertragen, kommen mit wenig Wasser aus – auch wenn’s heiß ist. Auf ein Unkrautvlies verzichtet die Stadtgärtnerei: „Da hat man hinterher nur Plastik im Boden. Das muss nicht sein. Wir haben es lieber natürlich“, so die Stadtverwaltung. Deshalb werden die Pflanzen relativ dicht gesetzt: etwa neun Stück pro Quadratmeter.

Die Erde ist für den Sommer schon einmal gut gedüngt; im Herbst folgt dann ein Kaliumdünger, der die Pflanzen gegen Frost stärkt.

Gepflanzt werden die Stauden in drei Ebenen: Die Leitpflanzen – hohe Gräser etwa – bestimmen mit ihrer überragenden Höhe das Beet optisch. Mittelgroß sind die Begleitpflanzen, wie zum Beispiel Taglilien und Pringleis-Astern. Als Bodendecker fungieren beispielsweise die niedrig, aber in die Breite wachsende Katzenminze und der Storchschnabel.

Zu schade zum Wegwerfen: Die Stadtgärtnerei gibt manchen Stauden ein zweites Leben. Wird ein Beet abgeräumt, weil die Pflanzen unansehnlich geworden sind, werden sie in der Stadtgärtnerei wieder „aufgepäppelt“ – ganz klassisch, in dem die Pflanzen geteilt und ausgeschnitten werden.

In den Startlöchern stehen an der Stadtgärtnerei schon die Kugellorbeer-Bäume und die Phoenix-Palmen. Diese werden demnächst im Stadtgebiet und im Kurpark verteilt.