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Das Foto zeigt ein Staudenbeet in der Gaggenauer Schillerstraße im Oktober 2025
Ökologisch wertvoll und pflegeleicht sind die Staudenbeete.
© Stadt Gaggenau

11.11.25

Schon seit längerer Zeit bepflanzt die Stadt Blumenbeete bevorzugt mit Stauden und Gräsern. So hat die Stadtgärtnerei in der Schillerstraße mehrere städtische Grünflächen in Gräser- und Staudenbeete umgewandelt. Beete mit Stauden und Gräser gelten als pflegeleicht und verursachen insgesamt weniger Kosten als andere Gestaltungsformen. Außerdem locken Staudenbeete Insekten und andere Tiere an.

Bewachsen waren die Flächen in der Schillerstraße hauptsächlich mit Bodendeckern. Diese waren inzwischen in die Jahre gekommen und unansehnlich. „Mit der Umgestaltung wollten wir die Flächen nicht nur optisch etwas verändern, sondern sie auch ökologisch aufwerten“, erklärt die städtische Abteilung Umwelt. Sie wählte die Stauden- und Gräsermischung „Indian Sunset“. Die 17 Pflanzen – darunter der Purpur-Sonnenhut, die Prachtkerze sowie Zwiebelpflanzen und Ziergräser – blühen von Frühling bis Herbst. Diese Pflanzen gelten als robust, vertragen Trockenheit und Hitze und sind damit an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst.

Regelmäßig gegossen werden müssen die Beete lediglich im ersten Jahr. Dadurch brauchen sie seltener zusätzliche Wassergaben als Blumenbeete mit wechselnder Bepflanzung oder Beete mit Bodendeckern. „Allein in den ersten drei Jahren hätten die Bodendecker regelmäßig gegossen werden müssen“, heißt es vonseiten der Umweltabteilung. Auch das Unkrautjäten wird mit der Zeit weniger, weil Stauden und Gräser immer dichter werden und kaum Platz für unerwünschte Pflanzen lassen.

Für Insektenarten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge bieten die Staudenbeete genügend Nahrung. Übrigens auch, wenn die Blütezeit vorbei ist. Dann dienen die Stängel und Samenstände als Nahrung oder Unterschlupf für kleine Lebewesen. Diese bleiben nämlich über den Winter stehen.