28.04.2023
Ab der kommenden Woche werden in Gaggenau nachts sukzessive zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr die Lichter ausgehen. Rund 4000 der insgesamt 5000 Straßenlaternen werden dann in dieser Zeit nicht mehr brennen.
Bereits im vergangenen Spätjahr hat der Gaggenauer Gemeinderat aufgrund der rechtlichen Vorgaben im Rahmen der Energiekrise beschlossen, eine Nachtabschaltung bei der Straßenbeleuchtung vorzunehmen. In den letzten Monaten wurden dazu von den Stadtwerken umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen. Klassifizierte Straßen wie die Land- und Kreisstraßen sowie wichtige Verkehrsknotenpunkte und Fußgängerüberwege sind davon ausgenommen. Welche Laternen nachts ausgeschaltet werden, ist an der rotweißen Markierung an den Laternen zu erkennen. Der rote Ring mit weißem Rand, offiziell Verkehrszeichen Nummer 394, wurde mittlerweile an allen betreffenden Laternen in Gaggenau und den Ortsteilen angebracht. Sie signalisieren zudem dem Autofahrer, dass das Auto unter dieser Laterne nicht durchgehend beleuchtet wird und deshalb die Parklampe einzuschalten ist. Außerhalb geschlossener Ortschaften muss das Standlicht angeschaltet werden. Dafür muss man nur die dem Verkehr zugewandten Leuchten am Wagen anschalten. Das funktioniert meist über den Blinkerhebel – vorher den Zündschlüssel abziehen, gibt die Stadtverwaltung einen praktischen Tipp.
Im Bereich der Fuß- und Radwege wird die Beleuchtung ebenso von 0.30 Uhr bis 4.30 Uhr abgeschaltet. Da dort jedoch ohnehin keine Fahrzeuge parken dürfen, wurden diese Masten nicht mit einem Aufkleber versehen.
Die Stadtverwaltung geht derzeit davon aus, dass etwa 240 000 Kilowattstunden im Jahr weniger verbraucht werden und rechnet mit einer finanziellen Einsparung von etwa 100 000 Euro im Jahr.
Mit der Abschaltung wird in der ersten Maiwoche begonnen, sie wird sich über drei Nächte ziehen, da nicht auf einen Schlag alle 4000 Laternen gleichzeitig auf den neuen Modus umgeschaltet werden können.
