18.5.26
Die Planungen für den neuen Kindergarten in Sulzbach werden konkreter. Am Dienstagabend wurde der Sulzbacher Ortschaftsrat über die Planungen durch Architekt Angel Diaz von der Stadt Gaggenau informiert. Entstehen soll ein moderner zweigruppiger Kindergarten mit zusätzlichen Räumen für die Schulkindbetreuung der benachbarten Grundschule.
Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich die Stadt Gaggenau mit der Zukunft des Kindergartens St. Anna in der Straußgasse. Das bestehende Gebäude gilt seit Jahren als nicht mehr zeitgemäß. Eine Sanierung wurde bereits vor längerer Zeit als unwirtschaftlich eingestuft.
„Ein neuer Kindergarten ist für uns eines der wichtigsten Projekte im Ort“, betont Ortsvorsteherin Josefa Hofmann. Umso erfreulicher sei es, dass nun nicht nur die Standortfrage geklärt werden konnte, sondern auch erste konkrete Planungen vorliegen.
Der neue Kindergarten soll im Gebiet „Äckerle“ auf dem Gelände des bisherigen Spielplatzes entstehen – oberhalb der Grundschule. Dort sieht die Stadt ideale Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Entwicklung: „Der Standort bietet viele Möglichkeiten und kurze Wege“.
Geplant ist ein eingeschossiger, barrierefreier Neubau in Holzbauweise. Neben zwei Gruppenräumen sind auch Intensiv- und Ruheräume, Sanitärbereiche, Verwaltungsräume sowie ein Mehrzweckbereich vorgesehen. Zusätzlich entstehen Räume für die Schulkindbetreuung der benachbarten Grundschule. Die unterschiedlichen Nutzungen sollen dabei bewusst miteinander verknüpft werden.
Ein Ziel war zudem, dass das Gebäude flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren kann. So werde bereits heute berücksichtigt, dass künftig möglicherweise auch Kinder ab zwei Jahren betreut oder Betreuungszeiten erweitert werden könnten. Auch eine spätere Mittagsversorgung sei mitgedacht.
Der vorhandene Spielplatz wird versetzt, so dass weiter ein öffentlicher Spielplatz zur Verfügung steht. Der Kindergarten erhält einen eigenes altersgerechtes Außengelände. Durch die Anordnung des Gebäudes und zusätzliche bauliche Maßnahmen soll außerdem ein möglichst hoher Schallschutz für die angrenzende Wohnbebauung erreicht werden.
Auch energetisch setzt die Stadt auf eine nachhaltige Lösung: Unter dem Gebäude ist eine Heizzentrale für ein kleines Wärmenetz vorgesehen. Darüber könnten künftig neben dem Kindergarten auch die Grundschule, die Schulkindbetreuung, die Sporthalle und das Vereinsheim versorgt werden. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Eine Dachbegrünung soll außerdem dabei helfen, Regenwasser zurückzuhalten und das Gebäude klimaresilient aufzustellen.
Aktuell stehen in Sulzbach 48 Kindergartenplätze zur Verfügung. Diese sind vollständig ausgelastet. Gleichzeitig rechnet die Stadt in den kommenden Jahren mit rückläufigen Kinderzahlen. Deshalb soll der Neubau zwar bedarfsgerecht, aber dennoch flexibel und langfristig nutzbar geplant werden. Die aktuelle Vorentwurfsplanung wird nun auch dem Gemeinderat vorgestellt. Parallel bereitet die Stadt die notwendigen Vergabeverfahren für Fachplaner vor. Läuft alles nach Plan, könnte Anfang 2027 der Bauantrag eingereicht werden.
