11.09.26
Zum Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September öffnen sich bundesweit mehr als 6.500 Türen. In Gaggenau ist die „größte Kulturveranstaltung Deutschlands“, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schreibt, an drei Orten zu erleben: in der Wagnerei Krieg in Bad Rotenfels, im Schloss Rotenfels sowie im Hirtenhaus Michelbach. Zudem lädt die Stadt Gaggenau bereits am Samstag zu einer Führung über den Waldfriedhof ein
Hier das Programm am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September
Führung über den Waldfriedhof Gaggenau
Der Waldfriedhof wurde 1922 angelegt, in dem Jahr, in dem Gaggenau zur Stadt erhoben wurde. Wie die starke Industriestadt braucht sich auch ihr bemerkenswerter Friedhof keineswegs zu verstecken: Hier liegen etliche herausragende Persönlichkeiten begraben, die gleichzeitig ein Spiegelbild der Stadtgeschichte sind. Aus diesem Grund veranstalten die städtischen Abteilungen Standesamt und Friedhöfe sowie Stadtarchiv eine Führung über den Gottesacker. Nach einem Einblick in die Jahrtausende alte Bestattungskultur der Menschheit rückt der Waldfriedhof und seine Geschichte in den Fokus. Sodann gibt es einen Rundgang entlang der Gräber besonderer Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Der Ausklang findet in der markanten Friedhofskapelle statt.
Samstag, 12. September, 14 Uhr, Treffpunkt: Eingang zum Waldfriedhof, Michelbacher Straße 43
Vortrag über Weinbrenner in Schloss Rotenfels
Anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“ halten Lea Herm und Manfred Mayer vom Stadtarchiv Gaggenau einen Vortrag über „Friedrich Weinbrenners Werk in Gaggenau“. Die Veranstaltung findet an originalgetreuem Standort statt: in Schloss Rotenfels, dem herausragenden Werk Weinbrenners in Gaggenau. Beginn ist um 14 Uhr. Im ersten Teil werden Weinbrenner und sein Lebenswerk im Allgemeinen beleuchtet und gewürdigt (sein Todestag jährt sich zum 200. Mal). Sodann rückt das Gaggenauer Erbe des legendären Architekten und baulichen Gestalters in den Mittelpunkt: Schloss Rotenfels mit dortigem Römischem Haus samt Schießturm und der Obelisk zu Ehren Anton Rindeschwenders am Eingang der Fußgängerzone, der ebenfalls von Weinbrenner stammt. Dem Vortrag folgt ein kleiner Rundgang im Außenbereich des Schlosses entlang der dortigen Zeugnisse von Weinbrenner.
Sonntag, 13. September, 14 Uhr, Großer Saal im Schloss Rotenfels
Wagnerei Krieg in Bad Rotenfels
Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung der Wagnerei für das Leben in einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde und zeigt ihre enge Verbindung zur politischen und technologischen Entwicklung des Ortes. Gleichzeitig erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in den Wandel der Produktionsprozesse im holzverarbeitenden Handwerk und erfahren, wie sich diese in den vergangenen zwei Jahrhunderten verändert haben. Die Wagnerei Krieg in Bad Rotenfels ist nach eigenen Angaben das „älteste und am vollständigsten erhaltene Beispiel einer Wagnerei bundesweit“. Die Familien- und Handwerkstradition ist seit 1797 dokumentiert.
Sonntag, 13. September, 10 bis 18 Uhr, Eisenbahnstraße 26, Bad Rotenfels
Michelbacher Hirtenhaus – heute und damals:
Zum ersten Mal beteiligt sich der Förderverein Michelbacher Hirtenhaus am Tag des offenen Denkmals. Eine Video-Schau „Von der Ruine zum Denkmal“ zeigt, wie ein marodes Bauwerk zu einem kulturhistorischen Denkmal verwandelt wurde. 30-minütige Führungen um 12, 14 und 16 Uhr führen die Geschichte des Hirtenhauses und das Leben der Dorfhirten vor Augen. Eine Fotoausstellung „Natürlich im Denkmal“ sorgt für Inspiration.
Sonntag, 13. September, 11 bis 17 Uhr, Otto-Hirth-Str.
Das Museum Haus Kast in Hörden ist an diesem Sonntag geschlossen – denn: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter besuchen den Deutschen Flößertag.
Die Stadt Gaggenau lädt alle Interessierten ein, die historischen Stätten zu besuchen und das kulturelle Erbe der Stadt neu zu entdecken. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
