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Das Foto zeigt den Bauwagen am temporären Ort zur Umgewöhnung der Tauben.
Der temporäre Standort des Taubenschlags.
© Stadt Gaggenau

18.9.26

Seit einiger Zeit steht in der Theodor-Bergmann-Straße vorübergehend ein Taubenschlag. Darin sollen die Tauben angelockt werden, die im Parkhaus Murgtal-Center für Verschmutzung sorgen. Sobald der Bauwagen von den Tauben akzeptiert ist, wird er an einen anderen Standort im Stadtgebiet gebracht. Jede Störung verzögert den Umzug. Fragen und Antworten dazu:

 

Warum steht der Bauwagen dort?

Der Bauwagen steht nur temporär in der Theodor-Bergmann-Straße, in der Nähe des Parkhauses Murgtal-Center. Darin leben derzeit sehr viele Tauben. Der Taubenkot führt zu Verschmutzungen und belastet die Anwohner und Besucher.

 

Was ist das Ziel?

Die Tauben sollen dauerhaft aus dem Parkhaus, der Innenstadt sowie den Wohngebieten weggelenkt werden. Dazu werden sie am Bauwagen kontrolliert angefüttert, damit sie sich an diesen neuen, sicheren Futterplatz gewöhnen und dort auch ihre Nester bauen. Die Stadtverwaltung unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement der Taubenhilfe Gaggenau, die zum Nabu Rastatt gehört. Die Taubenproblematik im Parkhaus beschäftigt die Stadt schon seit mehreren Jahren. Durch das Betreuen einer kontrollierten Population wollen Stadt und Taubenhilfe erreichen, dass die Zahl der Stadttauben auf Dauer kleiner wird. In der Folge werden auch die Verunreinigungen durch Kot an Gebäuden, auf Plätzen oder Autos weniger

 

Warum füttert die Taubenhilfe die Tauben?

Dadurch werden die Tauben an ihren Standort gewöhnt. So können sie von den Ehrenamtlichen betreut und versorgt werden. Erfahrungsgemäß entfernen sich Tauben nicht weit von ihrem Futterort. Außerdem sorgt artgerechtes Futter für einen gesunden Bestand. Damit sinkt auch das Risiko von Krankheits-Übertragungen. Die Taubenhilfe tauscht jeden Monat etwa 50 Eier durch Attrappen aus, damit sich der Taubenbestand reduziert.

 

Warum werden die Tauben außerhalb des Bauwagens gefüttert?

Dies geschieht nur vorübergehend, bis der Bauwagen von den Tauben akzeptiert wird. Danach erfolgt die Fütterung im Inneren des Wagens. Inzwischen wird das Futter auf dem Dach ausgelegt, das ist ein erster Erfolg. Je mehr die Tauben gestört werden, desto länger dauert es.

  

Was erschwert den Fortschritt der Arbeit?

Leider werden die Tauben von einzelnen Personen gezielt gestört, verängstigt und auf die Straße gelockt, damit sie von Autos überfahren werden. Manche klopfen laut an den Bauwagen oder verscheuchen die Tauben rund um den Bauwagen

 

Was ist die Folge?

Werden die Tauben am Bauwagen wiederholt gestört, nehmen sie ihn nicht als Brutplatz an. Sie verschwinden nicht, sie weichen nur aus. Lassen sie sich im gesamten Stadtgebiet nieder, vermehren sie sich rasant und unkontrolliert. Ein Eiertausch ist dann nicht mehr möglich.

 

Welche weitere Maßnahme ist geplant?

Um das Taubenhaus herum wird ein Bauzaun aufgestellt. Dieser bietet den Tauben zusätzlich Schutz. Gleichzeitig nutzen die Tauben den Zaun als Ansitzpunkt. Voraussetzung: Sie werden in Ruhe gelassen.

  

Was wünschen sich Stadt und Taubenhilfe von den Bürgerinnen und Bürgern?

Bitte verscheuchen Sie die Tauben nicht. Laufen Sie möglichst großzügig am Bauwagen herum, nicht über das Grundstück. Nur wenn die Tauben den Bauwagen als sicheren Futter- und Brutplatz akzeptieren, kann die Umsiedlung gelingen und das Parkhaus, die Innenstadt sowie die Wohngebiete langfristig entlastet werden.