14.9.26
Die anhaltende Trockenheit und Wärme setzen den Bäumen in der Region zu.
Die Folge ist, dass Äste plötzlich abbrechen können, obwohl sie noch grün belaubt und äußerlich gesund aussehen. Fachleute nennen das „Grünastbruch". Betroffen sind vor allem Buchen, Eichen, Ahorne, Birken, Pappeln und Weiden.
Wie kommt es dazu?
Bei großer Trockenheit verlieren die Holzzellen mehr Wasser, als der Baum nachliefern kann. Das Holz zieht sich zusammen und wird dadurch instabiler. Vorhandene Risse oder ein Pilzbefall verstärken diesen Effekt noch. Hinzu kommt: Belaubte Äste sind schwerer und bieten dem Wind mehr Angriffsfläche. Beides erhöht die Bruchgefahr zusätzlich.
Wie groß können die Äste sein?
Bei Birken brechen meist kleinere, dünnere Äste ab. Bei Pappeln, Weiden und Platanen können auch größere Äste abbrechen, mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern. Besonders starke Äste (20 bis 25 Zentimeter Durchmesser) können auf einer Länge von ein bis zwei Metern sogar der Länge nach aufplatzen. Auch die Wasserversorgung im Baum kann gestört sein: Bei Trockenstress wird das Leiten des Wassers im Holz teilweise unterbrochen. Das schwächt den Baum zusätzlich.
Warum ist das so tückisch?
Von außen lässt sich die Gefahr nicht erkennen. Auch ein Baum, der auf den ersten Blick gesund aussieht, kann betroffen sein. Hinweis: Bei anhaltender Trockenheit und Hitze ist deshalb besonders unter großen Bäumen Vorsicht geboten.
