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Ein Messgerät befindet sich in der Rathausstraße.
Ein Messgerät befindet sich in der Rathausstraße.
© DWD

27.07.2020

Der Gaggenauer Stadtteil Bad Rotenfels ist als Ort mit Heilquellenkurbetrieb anerkannt. Um das Prädikat tragen zu dürfen, muss sich der Ort einer regelmäßigen Prüfung der bioklimatischen und lufthygienischen Verhältnisse unterziehen. Die Prädikatisierung richtet sich dabei nach den Vorgaben des Kurortegesetz von Baden-Württemberg sowie den Bestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes (DHV) und des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Diese sollen gewährleisten, dass Kurgäste neben der Anwendung der Heilquellen als natürliches, ortstypisches Heilmittel auch bewährte bioklimatische und ausreichend gute lufthygienische Bedingungen vorfinden.

Für die Güte der Luft sind alle zehn Jahre Luftqualitätsmessungen durchzuführen, bei denen Grob- und Feinstaub- sowie Stickstoffdioxidkonzentrationen in der Luft bestimmt werden. Die Standortauswahl richtet sich dabei nach den üblichen Aufenthaltsorten von Touristen. Um die Bandbreite möglicher Belastungen gut abzubilden wird ein Standort mit möglichst geringer Belastung und ein Standort mit voraussichtlich erhöhter Belastung der Luft ausgewählt. Im Kurpark bei der Wassertretstelle wird Grobstaub und Stickstoffdioxid gemessen, an der Ecke Murgtal- Rathausstraße wird darüber hinaus noch die Feinstaubkonzentration ermittelt. Die Messungen waren ab März 2020 geplant, haben sich aber nun coronabedingt aufgrund der Laborschließung beim DWD auf Ende Juli 2020 verschoben. Mit Ergebnissen wird dann erst im Herbst 2021 zu rechnen sein.