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Die Anschluss-Stelle Gaggenau Mitte soll verbessert werden.
© Stadt Gaggenau

25.07.23

Immer wieder kommt es zu kleineren Auffahrunfällen an der Anschluss-Stelle Gaggenau Mitte. Das Regierungspräsidium Karlsruhe will deshalb die Verkehrssicherheit in diesem Bereich durch neue Ein- und Ausfädelspuren verbessern. Gleichzeitig soll ein Lärmschutz errichtet und Bauwerke saniert werden. Dazu zählt auch die Unterführung.

In der letzten Gemeinderatsitzung wurden die ersten Planungen für die Maßnahmen vorgestellt. Baubeginn ist frühestens im Jahr 2025 erklärte der Leiter des Baureferates Mitte, Jürgen Genthner. Aktuell befinde man sich noch in einer sehr frühen Planungsphase. Die nun avisierte Planung sei das Ergebnis mehrerer geprüfter Varianten. Diese berücksichtigt unter anderem auch, dass im Bereich des Jahnplatzes viele Leitungen verlegt sind und ein Trafohäuschen steht. Zudem beansprucht sie auf der Seite des Jahnplatzes gar keine Fläche und auf der Südseite am Parkplatz ebenfalls nur wenig Fläche.

Die Variante besteht im Wesentlichen aus einer Umtrassierung der Fahrbahn in Richtung Süden (Berliner Straße). Durch die Verbreiterung der Straße sollen die Sichtverhältnisse verbessert und damit die Verkehrssicherheit erhöht werden.

 

Welche Maßnahmen sind geplant?

  • Arbeiten an der Anschlussstelle Gaggenau für etwa 1,3 Millionen Euro: Die Ausfädelspur wird verlängert. Sie ist aktuell nur 80 Meter lang. Ideal wären 150 Meter. Voraussichtlich wird sie künftig etwa 130 Meter haben. Neuer Beschleunigungsstreifen über 150 Meter. Bislang gibt es auf der Nordseite lediglich eine Haltelinie ohne Beschleunigungsstreifen.
  • Sanierung Brücke Eckener Straße (Höhe Lidl). Hier sollen vor allem die Betonschäden repariert werden. Kosten: 500 000 Euro.
  • Eine vier Meter hohe Lärmschutzwand über 650 Meter Länge für 1,5 Millionen Euro.
  • Sanierung der Fußgängerunterführung für 200 000 Euro.

Das Regierungspräsidium rechnet mit einer gesamten Bauzeit von 14 Monaten. Teilweise wird es dabei zu halbseitigen Sperrungen kommen. Begonnen wird mit den Arbeiten außerhalb der Fahrbahn, es folgen die Sanierungen der Bauwerke bevor die Anschlussstelle selbst in Angriff genommen wird. Am Ende sollen die Lärmschutzwände errichtet werden. Oberbürgermeister Michael Pfeiffer betonte in der Sitzung nochmals die Bedeutung des Lärmschutzes für die Anwohner. Zudem hoffe er, dass an den Wänden Photovoltaikanlagen angebracht werden. Die Pläne liegen derzeit beim Bundesverkehrsministerium. Die Einfahrtsituation Richtung Gernsbach wird sich nach derzeitiger Planung nicht ändern, da die unmittelbar anschließende Brücke über die Berliner Straße dies nicht zulässt.