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Die Schausteller Angelo Mai, Sarah Becker und Jörg Spagerer (v.l.n.r.) sind mit ihren Fahrgeschäften auch bald in Gaggenau.
Die Schausteller Angelo Mai, Sarah Becker und Jörg Spagerer (v.l.n.r.) sind mit ihren Fahrgeschäften auch bald in Gaggenau.
© Stvw.

14.09.2020

Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist das Freizeitangebot auf ein Minimum gesunken. Das trifft nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche, die in den vergangenen Monaten vorrangig zu Hause bleiben mussten. Umso größer ist daher die Vorfreude auf die drei kleinen Herbstmessen, die bereits in zwei Wochen in Gaggenau stattfinden. Das Konzept des „Pop-Up Freizeitparks“ wird aktuell in Rastatt erprobt und mit kleineren Änderungen ebenfalls in Gaggenau umgesetzt. Beim Gespräch mit den Schaustellern in Rastatt war eines immer wieder zu hören: „Man merkt, dass wir vermisst wurden. Die Leute freuen sich rauszukommen und sind dankbar darüber, dass wir wieder da sind.“

Aufgrund des noch immer andauernden Berufsverbots dürfen Schausteller seit über acht Monaten ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben. Nur unter Einhaltung der Auflagen können „Pop-Up Freizeitparks“, wie die drei kleinen Herbstmessen in Gaggenau, stattfinden. „Es ist ein Anfang zurück zum Berufsalltag, doch auf lange Sicht keine Rettung. Wir sind auf die Mithilfe und die Unterstützung der Leute angewiesen“, schildert Schausteller Angelo Mai, bei dem Besucher Kuscheltiere mit einem Greifarm „fischen“ können. Doch sei der Zuspruch in Rastatt sehr groß und die Freude über das Jahrmarktgefühl überwiege deutlich. Die bisherigen Öffnungstage zeigen, dass die Besucher sehr viel Verständnis entgegenbringen und eigenverantwortlich mit der Situation umgehen. „Die meisten Gäste halten sich an die Regeln und setzen diese sehr diszipliniert um. Egal ob mit oder ohne Maske – es macht trotzdem Spaß“, so Mai.

Nicht nur das Publikum, sondern auch die Schausteller freuen sich, dass es endlich wieder losgeht. „Wenn ich sehe, wie sich die Kinder im Autoscooter amüsieren, ist das für mich der schönste Moment“, schwärmt der Schausteller Jörg Spagerer. Das Fahrgeschäft betreibt er bereits in der fünften Generation. Von Kind an ist Spagerer mit im Schaustellerbetreib: „Wenn man mit so einem abwechslungsreichen Alltag groß wird, hat in den vergangenen Monaten echt etwas gefehlt. Am meisten das Miteinander zu den anderen Schaustellern und die Nähe zu unseren Kunden.“

Normalerweise sind die Schausteller das ganze Jahr über unterwegs. Die Saison geht von Ende Februar bis Mitte November und verlängert sich dann zumeist noch um die Zeit der Weihnachtsmärkte. „Wir kommen sehr viel rum und sind meist jedes Wochenende wo anders. Unter den normalen Umständen wären wir vor kurzem noch in Breisach gewesen, danach in Rastatt, dann in Bühl, anschließend in Gaggenau und so weiter“, erzählt Sarah Becker, Schaustellerin in der fünften Generation. Gemeinsam mit ihren Eltern betreibt sie das Fahrgeschäft Break Dance, das seit 1992 bereits im Besitz der Familie ist. Ihr Beruf ist für sie ihr Leben. Damit aufgewachsen sei es ein im positiven Sinne chaotisches Leben, das die Familie durch ganz Deutschland führt. Gerade dann gibt es ein paar Standorte, an denen Becker besonders gerne ist: „Die Herbstmesse in Gaggenau ist eine unserer Lieblingsveranstaltungen. Da stimmt das Publikum und die Stimmung ist jedes Mal klasse.“

Auch bei den diesjährigen drei kleinen Herbstmessen erwartet die Besucher neben dem Jahrmarkt auf dem Annemasse-Platz ein abwechslungsreiches Angebot in der Innenstadt. Anstatt dem verkaufsoffenen Sonntag am 27. September, wird den Bürgern nun vielmehr die Möglichkeit geboten, an den drei Freitagen der kleinen Herbstmessen entspannt bis 21 Uhr in Gaggenau einzukaufen. Zudem sind punktuelle Aktionen in der City in Planung. Die Werbegemeinschaft wird die Herbstmessen sowie das Angebot in der Innenstadt über ihren Newsletter und ihre Social-Media-Kanäle bewerben und damit die Schausteller bei der Werbung unterstützen.

Info: Ab Montag 14. September bis einschließlich 15. Oktober ist der Annemasse-Platz aufgrund der drei kleinen Herbstmessen gesperrt. In der Tiefgarage am Murgufer kann für zwei Stunden kostenfrei geparkt werden. Das Kontaktformular für den Besuch der drei kleinen Herbstmessen kann auf der Seite www.popup-freizeitpark.de heruntergeladen und vorab ausgefüllt werden. Das vermindert lange Wartezeiten vor dem Eingang.