Aktuelles
Anteil der Vertreter im Gaggenauer Gemeinderat und Kreistag
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11.06.24

Fast 300 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren am Sonntag und Montag im Einsatz, um die Wahllokale zu betreuen und die Wahlen auszuzählen. Darunter waren nicht nur viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses, sondern auch Bürgerinnen und Bürger.

„Das war schon eine besondere Herausforderung mit vier Wahlen und einem nicht einfachen Wahlsystem", zollte Oberbürgermeister Michael Pfeiffer allen Helfern Respekt und Dank. Gerade auch mit Blick auf das komplexe Kommunalwahlrecht in Baden-Württemberg sei die Auszählung der Kommunalwahlen keine leichte Aufgabe. So waren die meisten Wahlteams auch bis in den späten Mittag damit beschäftigt, die verschiedenen Ergebnisse zu ermitteln.

In 21 Wahllokalen und zehn Briefwahlbezirken waren die Wahlhelfer gefordert, für einen reibungslosen und korrekten Wahlablauf zu sorgen. „Ohne die ehrenamtliche Hilfe wäre eine erfolgreiche und neutrale Wahlauswertung nicht möglich", stellte Pfeiffer fest. Ein großer Dank gilt zudem dem Team um Wahlleiterin Tanja Riedinger, das seit Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt war und auch in den nächsten Tagen noch gefordert sein wird. Auch dem Gemeindewahlausschuss mit Dieter Spannagel als Vorsitzendem dankte Pfeiffer. Der Gemeindewahlausschuss tritt am Donnerstag um 17.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses zusammen, um über die Ergebnisse für die Kommunalwahlen zu entscheiden.

 

Künftiger Gemeinderat mit bekannten und neuen Gesichtern

Am Sitzungstisch des Gemeinderates in Gaggenau kommt es nach den Wahlen am Sonntag zu einem Stühlerücken. Dabei werden künftig auch einige neue Gesichter am Tisch Platz nehmen und über Gaggenauer Themen diskutieren sowie beschließen.

Dadurch, dass eine Partei weniger bei den Gemeinderatswahlen angetreten ist, kam es auch zu einer neuen Sitzverteilung bei dem insgesamt 26-köpfigen Gremium.

Dabei blieb es am Montagmittag bei der Auszählung lange spannend, wie sich die Sitze zwischen CDU und FWG aufteilen. Am Ende lagen zwar die Freien Wähler vorne. Sie erhielten 31,9 Prozent (2019: 21,6 Prozent) aller Stimmen, bei der CDU waren es 29,4 Prozent (2019: 26,2 Prozent). FWG wie CDU erhalten damit aber gleich viele Sitze im Gemeinderat - jeweils acht. Drittstärkste Partei in Gaggenau bleibt mit 20,7 Prozent (2019: 21,4 Prozent) aller Stimmen die SPD. Sie behalten damit auch ihre fünf Sitze. Einen Sitz abgeben müssen die Grüne, die 9,9 Prozent (2019: 15,6) der Stimmen erhielten. Die FDP behält ihre beiden Plätze im Gemeinderat. Sie erzielten 8,2 Prozent (2019: 8,1 Prozent).

Von 24.606 Wahlberechtigten haben 13.666 ihre Stimmen abgeben und sich an der Briefwahl beteiligt oder sind am Sonntag in eines der Wahllokale gegangen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 55,5 Prozent und damit leicht niedriger als noch vor fünf Jahren. Damals waren 56,9 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen. Insgesamt waren 583 Stimmzettel ungültig.

Dem neuen Gaggenauer Gemeinderat gehören folgende 26 Personen an (in Klammer die Stimmenzahl).

FWG: Ingo Hurrle (7.456),

Heinz Adolph (6.595), Martin Hahn (6431), Samuel Casà, (5.494), Peter Westermann (5.300), Jan Stenger (5.284), Jürgen Maier-Born (5.054) Uwe Rieger (4.837)

CDU: Dorothea Maisch (9.140), Rudi Drützler (7.685), Dr. Roland Purkl (5.948); Dr. Ellen Markert (5.413); Rosalinde Balzer (4.967), Christian Kientz (4.730); Frank Schnepf (4.393), Heiko Borscheid (4.349)

SPD: Björn Stolle (5.971), Gerd Pfrommer (5,876), Vanessa Schwaab (4.292), Sophia Mühlhäuser (3.734), Marvin Gantner (3.506)

GRÜNE: Dr. Heike Röhlen (4.104), Eric Peplau (2.928), Dr. Wolfgang Nießen (2.869)

FDP: Alexander Haitz (4.322), Petra Zink (2.941)

 

Gaggenauer Vertreter im Kreistag

Die Wahlbeteiligung bei der Wahl für den Kreistag lag bei 56,1 Prozent. Die CDU erreichte 29,4 Prozent (2019: 24,8 Prozent). Die Freien Wähler konnten 19,5 Prozent (2019: 21,6 Prozent) der Stimmen erzielen. Die SPD kam auf 20,9 Prozent (2019: 21,8 Prozent). Die Grünen holten sich 9,3 Prozent (2019: 15,4 Prozent), während die FDP bei 6,2 Prozent (2019: 7,5 Prozent) lag. Die AfD erzielte 13,6 Prozent (2019: 8,9).

Direktmandate gingen an Andreas Merkel (CDU), Bürgermeister Andreas Paul (CDU), Ingo Hurrle (Freie Wähler), Oberbürgermeister Michael Pfeiffer (SPD), Björn Stolle (SPD), Susanne Detscher (Die Grünen) sowie an Dr. Anke Stolleis (AfD). Einen Ausgleichssitz erhielt Brigitte Schäuble (CDU).