30.9.25
Die Zahl der Kinder in Gaggenau geht derzeit zurück. Das bedeutet: Zusätzliche Einrichtungen müssen nach jetzigem Stand in Gaggenau nicht geschaffen werden. Dies geht aus dem Kindergartenbedarfsplan hervor, den der Sozial- und Kulturausschuss jetzt verabschiedete.
Im Kindergartenjahr 2025/26 stehen ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung: Vorgehalten werden 1.027 Plätze für Kinder ab drei Jahren bis Schuleintritt. Die Versorgungsquote für Unter-Dreijährige liegt in diesem Kindergartenjahr bei 40 Prozent und damit leicht über dem Landesdurchschnitt (37,4 Prozent): Es gibt insgesamt 286 Plätze für 711 zu berücksichtigende Kinder. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter von drei Jahren kann erfüllt werden. Allerdings erhalten nicht alle Kinder, für die eine Online-Vormerkung vorliegt, einen Platz in der Wunscheinrichtung oder zum Wunschtermin. In einigen Fällen müssen Eltern mit einem anderen Kindergarten Vorlieb nehmen oder darauf warten, dass in der gewünschten Einrichtung ein Platz frei wird.
Zum laufenden Kindergartenjahr ergaben sich folgende Änderungen: Im städtischen Kindergarten Hörden fallen vier „VÖ-Plätze“ – also Plätze für Kinder, deren Eltern die verlängerten Öffnungszeiten in Anspruch nehmen – weg: Die Erweiterung des Sanitärbereichs brachte es mit sich, dass der angrenzende Betreuungsraum etwas kleiner wurde und so etwas weniger Fläche für die Betreuung zur Verfügung steht. Im Katholischen Kindergarten St. Michael wurde ein Kleinkindbetreuungsplatz gestrichen; dafür wurden zwei weitere Plätze für Kinder im Kindergartenalter geschaffen.
Im kommenden Kindergartenjahr soll im Katholischen Kindergarten St. Michael die Altersmischung wegfallen, damit weitere Plätze für Kinder ab drei Jahren geschaffen werden können. Auf den Geburten- und Platzbedarfsrückgang reagiert die Stadtverwaltung im kommenden Kindergartenjahr auch in Freiolsheim: Dort soll die Kleingruppe geschlossen werden, in der höchstens vier Kleinkinder betreut werden können.
Die Kindergartenbedarfsplanung wird jedes Jahr aktualisiert und an die Bedürfnisse angepasst. Bei dieser Fortschreibung hatte die Stadtverwaltung das Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelegt. Dieses Ziel wurde nun weitgehend erreicht. Damit können die Verantwortlichen künftig den Blick mehr auf Qualität und Förderung der Kinder richten.
Der Sanierungsbedarf in den Einrichtungen ist nach wie vor groß. So stehen mittelfristig ein Ersatz-Neubau für den Kindergarten Sulzbach und die Sanierung des Kindergartens Selbach an.
