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Auch das Bürgerbüro hat derzeit nur eingeschränkt geöffnet.
© Stvw.

15.05.2020

Seit Montag, 20. April, hat das Rathaus wieder eingeschränkt für den Publikumsverkehr geöffnet. So können Bürger ihre Anliegen nicht mehr nur telefonisch, postalisch oder per Mail, sondern auch wieder vor Ort im Rathaus erledigen. Geöffnet haben seitdem das Bürgerbüro sowie das Ausländer- und Sozialwesen. „Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Bürger steht an oberster Stelle. Demnach haben wir strenge Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt und sind sehr froh darüber, dass diese so gut eingehalten werden,“ so Oberbürgermeister Christof Florus.

Sowohl beim Bürgerbüro als auch beim Ausländer- und Sozialwesen haben sich bisher alle Bürger an die Regeln gehalten. Kommuniziert und überprüft werden diese zudem von zwei Mitarbeitern der Stadt. Beim Betreten des Rathauses muss jeder Bürger ein Mund-Nasenschutz tragen und sich am Eingang die Hände desinfizieren. Bodenmarkierungen stellen den Mindestabstand von eineinhalb Metern sicher. Zudem minimiert eine „Einbahnstraße“ mögliche Kontakte. Das hat zur Folge, dass das Rathaus nur über den Haupteingang am Marktplatz betretbar ist und ausschließlich über den Ausgang beim Sandplatz verlassen werden darf. Um Mitarbeiter zu schützen, wurden Spuckschutzwände installiert sowie Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.

Insgesamt wurde die Wiederöffnung des Rathauses sehr gut von den Bürgern angenommen und es zeigte sich in den vergangenen Wochen, dass die Resonanz auch weiterhin groß bleibt. „Obwohl wir derzeit nur eingeschränkt geöffnet haben, sind die Bürger froh darüber, dass sie zu geregelten Zeiten kommen dürfen. Einige von ihnen regeln ihre Anliegen lieber im Gespräch vor Ort, andere Anliegen hingegen lassen sich auch nur im Rathaus bearbeiten“, erzählt Tanja Riedinger, Leiterin des Bürgerbüros. Normalerweise hat das Bürgerbüro 36 Stunden für den Publikumsverkehr geöffnet, nun sind es aufgrund den Beschränkungen nur noch 15 Stunden. Dabei kann es zu längeren Wartezeiten kommen und Bürger müssen teilweise im Freien vor dem Rathaus anstehen. „Dies hat zweierlei Gründe: Einerseits müssen die Abstände eingehalten werden, wodurch sich die Besucher über größere Flächen verteilen. Zudem gibt es eine vorgeschriebene maximale Personenanzahl, die sich im Erdgeschoss des Rathauses aufhalten darf. Andererseits teilen sich das Bürgerbüro sowie das Ausländer- und Sozialwesen einen Eingang, weshalb der Andrang erstmals nur groß erscheint,“ erklärt Riedinger.

Auch das Ausländer- und Sozialwesen wird gut besucht. Im Vergleich zum Bürgerbüro entfallen diesem aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten nur drei Stunden, an denen es weniger für den Publikumsverkehr geöffnet hat. „Im Großen und Ganzen arbeiten wir im Vollbetrieb. Die Bürger kommen gerne und sind dankbar, dass wir wieder für sie da sind,“ resümiert Ralf Jendreck, Leiter des Ausländer- und Sozialwesens. „Die Nachfrage ist insgesamt groß. Überrascht waren wir vor allem darüber, wie groß der Andrang am Dienstagnachmittag ist.“ Hingegen ist es donnerstags, trotz der weiterhin gleichbleibenden Öffnung bis 18 Uhr, eher ruhig. Über ein Terminal wird die Verteilung der Bürger zu den einzelnen Büros geregelt. Ein solches darf von maximal zwei Personen betreten werden – die restlichen Begleitpersonen müssen solange im Wartebereich im Erdgeschoss des Rathauses verweilen.

Zudem können Anliegen weiterhin telefonisch, postalisch oder per E-Mail geklärt werden. Nach Rücksprache ist es beispielsweise auch möglich, ausgefüllte Formulare in den Briefkasten des Rathauses einzuwerfen, wodurch diese nicht mehr persönlich angegeben werden müssen. Wichtige Angelegenheiten können montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr vor Ort erledigt werden. Zudem ist die Einsichtnahme von Bauplänen, die öffentlich ausgelegt sind, zu folgenden Zeiten wieder möglich: Montag bis Mittwoch von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr. Ergänzend weist die Stadt Gaggenau daraufhin, dass die Kfz-Zulassungsstelle im Rathaus vorerst noch geschlossen ist.

 

 

Hinweis: Einschränkungen beim Sozialamt bei der Bearbeitung von Anträgen

Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen kann beim Sozialamt ausschließlich die Beantragung der Witwenrente vor Ort bearbeitet werden. Zur Terminvereinbarung soll telefonisch Kontakt über 07225 962-633 aufgenommen werden. Rentenanträge sollen weiterhin direkt mit der Rentenversicherungsanstalt geklärt werden. Anträge auf Wohngeld können weiterhin im Briefkasten des Rathauses eingeworfen werden. Das Antragsformular, die Mietbescheinigung und die Verdienstbescheinigung sind hierzu online unter www.gaggenau.de abrufbar. Bei Fragen kann telefonisch Kontakt über 07225 962-633 aufgenommen werden. Anträge auf Sozialhilfe können nach telefonischer Anfrage per Post den Bürgern zugeschickt werden. In dringenden Angelegenheiten soll direkt mit dem Sozialamt im Landratsamt in Rastatt Verbindung aufgenommen werden.