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Das neue Edelstahlbecken besticht durch seine Form.
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Begeistert zeigte sich Oberbürgermeister Christof Florus dieser Tage vom Baufortschritt des Bernsteinbades in Sulzbach. Der Schwimmbadverein Sulzbach, Handwerker und Architekt Thomas Gieger haben in den vergangenen Monaten ganze Arbeit geleistet: Vom ehemaligen Becken ist fast nichts mehr zu sehen. Dafür macht das neue Edelstahlbecken schon einen sehr einladenden Eindruck. „Das wird traumhaft schön“, waren sich bei der Begehung OB Florus und die Vereinsvertreter Jürgen Kohm, Susanne Kuppinger und Andreas Lensing denn auch einig darüber, dass in dem landschaftlichen Idyll ein kleines Badeparadies entsteht, das vor allem durch die Beckenform und die Einbettung in das Gelände besticht. „Wir haben großen Wert daraufgelegt, dass der halbrunde Charakter erhalten bleibt“, betont Jürgen Kohm. Auch Architekt Thomas Gieger freut sich, dass es gelungen ist, das Edelstahlbecken entsprechend so zu formen und in das alte Becken einzusetzen. Doch bevor das neue Becken eingebaut wurde, wurde das komplette ehemalige Beckenareal mit einer Kiesdrainageschicht sowie Drainageleitungen versehen. „Wir haben alle Maßnahmen unternommen, um zu verhindern, dass das Becken auftreiben kann“, erklärt Gieger. Der Unterboden ist stabil und wir haben die Tiefbauarbeiten ohne Überraschungen überstanden, berichtet Kohm davon, dass sogar schon Bagger über die neue Bodenfläche gefahren sind. Das neue Becken, das eine Wasserfläche von knapp 600 Quadratmeter hat, besitzt eine umlaufende Edelstahlrinne, in der das Schwallwasser aufgefangen wird. Das entsprechende dazugehörige Technikgebäude wurde ebenfalls geschickt im Gelände integriert und ist im Bad selbst kaum sichtbar. Der Zugang zu dem unterirdischen Gebäude ist unten von der Straße aus. Die Reinigung und Chlorung des Wassers erfolgt weiterhin im bestehende Gebäude. Die Filter dort sind noch in einem guten Zustand und können auch für das neue Bad verwendet werden.

In den nächsten Wochen geht es vor allem darum, den Beckenumbau fertigzustellen, so dass der Beckenrand auf einem Niveau mit dem Badumfeld ist. Im halbrunden Bereich wird die Wassertiefe etwa 65 Zentimeter betragen.  Auch die bisher dort vorhandene Treppenanlage vom Gelände zum Badbereich wird in diesem Zuge zurückgebaut, sodass ein barrierefreier Zugang zur hinteren Liegewiese möglich ist „Wir wollen den Badebereich in den natürlichen Verlauf des Geländes integrieren“, erklärt Kohm. In der Mitte des Beckens sind ein „Bodenblubber“ und mehrere Massagedüsen vorgesehen. An der tiefsten Stelle liegt der Wasserstand bei 1,85 Meter. Dort werden auch Startsockel an der Stirnseite angebracht. Der Schwimmbadverein und Architekt Gieger arbeiten noch an der Realisierung einer Hangrutsche. Mit einer Länge von 22 Meter und 4 Meter Höhe dürfte sich damit die Attraktivität des Bernsteinbades nochmals erhöhen. Und auch im Bereich des Kiosks kündigte Kohm Änderungen an. Es bleibt zwar das bewährte Pächterteam Familie Bali, aber baulich wird sich noch einiges an dem Gebäude und auf der Terrasse tun, damit sich dieser Platz weiterhin zu einem Treffpunkt für Badebesucher wie Sulzbacher entwickeln kann. Etwa 1,13 Millionen Euro kostet die Sanierung des Freibades, für das der Verein unter anderem auch einen Landeszuschuss erhalten hat. Zudem wurde eine Patenschaftsaktion initiiert, bei der sich Spender und Sponsoren quadratmeterweise ihre „Badefläche“ kaufen können. Am vergangenen Montagabend stimmte der Gemeinderat zudem zu, eine Bürgschaft für ein Darlehen des Vereins über 160 000 Euro bei einem regionalen Kreditinstitut zu übernehmen. Die Tilgung soll innerhalb der nächsten 20 Jahre erfolgen.  Parallel zu den Bauarbeiten, plant der Schwimmbadverein bereits die Eröffnung am 21. Mai.