25.3.25
Strom erzeugen und dabei die Umwelt schonen: Das haben sich die ehrenamtlichen Solarbotschafter zum Ziel gesetzt. Sie setzen sich dafür ein, dass in Gaggenau mehr Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden installiert werden. Der Arbeitskreis Umwelt, die Stadt Gaggenau, die Stadtwerke Gaggenau, die Energieagentur Mittelbaden und das PV-Netzwerk Mittlerer Oberrhein haben das Projekt „Ehrenamtliche Solarbotschafter“ aus der Taufe gehoben.
„Wir alle müssen den CO2-Ausstoß aktiv verringern. Was die Solarbotschafter leisten, ist ein wichtiger Betrag dazu“, erklärt Oberbürgermeister Michael Pfeiffer angesichts der Herausforderungen durch die Klimakrise. „Ich bin deshalb sehr dankbar für das ehrenamtliche Engagement dieser vier Gaggenauer, die sich nicht nur für regenerative Energiegewinnung einsetzen, sondern selbst private Anlagen betreiben und ihre eigenen Erfahrungen weitergeben können“, so Pfeiffer weiter.
„Wir denken an die nächsten Generationen, an unsere Enkel und Urenkel“, nennen die Solarbotschafter einen Beweggrund, warum sie sich weitergebildet haben und nun Bürger über die Möglichkeiten, aus Sonnenkraft Strom zu gewinnen, informieren wollen. „Jeder kann auch im Kleinen etwas dafür tun, dass die Erderwärmung sich zumindest verlangsamt“, sind sie überzeugt. Norbert Gerstner, Reiner Weyhersmüller, Christian Schnurr und Joachim Heuß freuen sich nun auf erste Informationsgespräche mit Gaggenauer Bürgern. Zum ersten Mal stellen sie ihre Arbeit öffentlich beim Ostermarkt am 30. März in der Innenstadt vor.
Wer sich dafür interessiert, eine Solaranlage auf seinem Grundstück zu installieren, kann sich telefonisch unter 07225 9885-880, per E-Mail an solarbotschafter@stadtwerke-gaggenau.de sowie über ein Kontaktformular auf der städtischen Homepage www.gaggenau.de/solarbotschafter an die Stadtwerke wenden. Diese bringen die Interessierten dann mit einem der vier Solarbotschafter in Kontakt.
Die Solarbotschafter informieren über die Vorgehensweise bei der Planung, über die Kosten und Vergütungsmöglichkeiten. „Die Informationen sind dabei neutral und unabhängig“, betont Folker Hahn, Sprecher des AKU. „Uns ist es ein Anliegen, dass wir uns unabhängig machen von fossilen Brennstoffen und möglichst umweltschonend Strom produzieren. Das allein zählt.“ Mit dem eingeholten Wissen können die Bürger dann Angebote bei Fachfirmen einholen. Sie können die Angebote schließlich bei der Energieagentur Mittelbaden und dem PV-Netzwerk unabhängig und kostenlos überprüfen lassen.
Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) beschäftigt sich schon seit fast einem Vierteljahrhundert mit dem Thema Photovoltaik und initiierte die ersten Bürgerphotovoltaikanlagen in Gaggenau. Berichte über Solarbotschafter in Ottersweier brachten den AKU schließlich zur Energieagentur Mittelbaden. „Bei unseren Beratungen gewinnt das Thema Selbstversorgung zunehmend an Bedeutung“, betont Kevin Schad. „Für uns sind die Solarbotschafter wichtige Multiplikatoren.“ Die Stadtwerke tragen das Projekt gern mit, denn, so Thorsten Ruprecht, Werkleiter der Stadtwerke: „Regionaler kann niemand Strom produzieren als mit der eigenen Solaranlage.“
Weitere Infos über www.gaggenau.de/solarbotschafter-buerger-informieren-buerger
