Pandemiebedingt waren die Kitas die letzten Monate viel geschlossen.
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24.03.2021

Viele Familien fragen sich, welche Beiträge während der Corona-Pandemie zu tragen sind. Am Montagabend kündigte Oberbürgermeister Christof Florus in der Gemeinderatssitzung an, dass in der Sitzung des Gemeinderates im April entsprechende Beschlüsse zur Entlastung getroffen werden sollen. Die Stadtverwaltung hat bereits zwei Monatsbeiträge ausgesetzt. Im April will sie den Gemeinderäten vorschlagen für die Zeit der pandemiebedingten Schließung von Kindertageseinrichtungen in der Zeit vom 16. Dezember 2020 bis einschließlich 31. März 2021 auf die Erhebung von zwei Monatsbeiträgen zu verzichten. Das gleiche soll auch für die Betreuungsangebote Verlässliche Grundschule und Randzeitenbetreuung an Ganztagsschulen gelten: Aufgrund des nach dem 22. Februar 2021 erfolgten Wechselunterrichts wird auf die Erhebung von zweieinhalb Monatsbeiträgen verzichtet. Sofern Leistungen der Notbetreuung und Mittagessen in Anspruch genommen wurden, sind dafür angemessene Entgelte zu entrichten. Den kirchlichen und freien Trägern empfahl die Stadt Gaggenau, in gleicher Weise zu verfahren, wobei über die Höhe des finanziellen Ausgleichs der Stadt, insbesondere hinsichtlich des die Landeszuweisung übersteigenden Betrags, abschließend der Gemeinderat zu entscheiden hat.

Die Stadt hofft nach einer Mitteilung des Landes, dass öffentliche und private Träger von Kinderbetreuungsangeboten wieder vom Land finanziell unterstützt werden, wenn sie während der coronabedingten Schließzeiten die Elternbeiträge erlassen haben. Die Förderung soll wie im zurückliegenden Jahr mit einem pauschalen Schlüssel auf die Städte und Gemeinden verteilt werden. Die auf Gaggenau entfallenden Beträge sind noch nicht bekannt. Nach überschlägigen Berechnungen sei jedoch davon auszugehen, dass die Zuweisungen des Landes nicht ausreichen wird, um den Ausfall zu kompensieren.