Zwei Adventsmarktbuden bereichern bis Weihnachten die Fußgängerzone.

20.11.2020

Das Coronavirus hat viele Facetten und auch viele Auswirkungen. Nicht nur Menschen erkranken an dem Erreger, sondern auch ganze Innenstädte, leiden unter dem Virus. Da die gastronomischen Betriebe geschlossen haben müssen, ist für viele Menschen der Einkaufsbummel nicht mehr so interessant. „Leider zeigt sich dies auch bei uns in Gaggenau", beobachtet Oberbürgermeister Christof Florus mit Sorge, die sinkenden Zahlen der Einkäufer in den Geschäften der Innenstadt.

Wer auch nach der Pandemie noch eine lebendige Innenstadt wolle, sollte zu deren Erhalt beitragen, heißt es aus dem Rathaus. Konkret fordert die Stadtverwaltung dazu auf, in Gaggenau und nicht über das Internet einzukaufen. Einkaufserlebnis in Gaggenau gebe es auch zu Coronazeiten, weist die Stadt auf die Branchenvielfalt hin. Zudem könnten Produkte beim Kauf vor Ort anprobiert und angefasst werden, was beim Internethandel nicht möglich ist. Bereits im Frühjahr hat die Stadt die Internetseite für den Gaggenauer Handel überarbeitet und nach Branchen sortiert, so dass sich Kunden auch hier informieren können, welche Geschäfte es gibt. „Am besten jetzt schon in entspannter Atmosphäre Weihnachtsgeschenke kaufen“, empfiehlt Citymanager Philipp Springer sich schon jetzt von den Angeboten der Gaggenauer Händler inspirieren zu lassen.

 

Kochen lassen und genießen

Da der Restaurantbesuch nun Zuhause stattfindet, hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Gaggenau zudem übersichtlich alle Liefer- und Abholdienste der Gaggenauer Gastronomen auf der städtischen Homepage zusammengestellt. Philipp Springer verspricht auch hier die Qual der Wahl, „aber vielleicht entdeckt man so auf die eine oder andere Weise auch neue Betriebe und Spezialitäten“. Ergänzend zu der Auflistung auf der städtischen Homepage wurde zudem auf Facebook durch die Stadt eine Seite für die Gastronomen eingerichtet, in der diese ihre Angebote einstellen können.

 

Ein bisschen Budenzauber

Advent so ganz ohne Adventsmarkt und Glühwein. Irgendwie für viele dennoch nicht ganz vorstellbar. Lange hatte die Stadt Gaggenau nach Alternativen gesucht. Doch die Vorgaben von Bund und Land wie auch die hohen Zahlen an Corona-infizierten Personen ließen eine Durchführung nicht zu. Als kleiner Ersatz und vor allem auch zur Unterstützung der Markthändler, die sonst den Gaggenauer Adventsmarkt mit Selbstgemachtem bereichern, hat die Stadt nun zwei Weihnachtsbuden in der Fußgängerzone errichtet, die ab dem kommenden Samstag, 21. November, bis zum 4. Adventssamstag 19. Dezember nun täglich außer sonntags geöffnet haben. Montags, dienstags, donnerstags und freitags sind die Buden von 10 bis 18 besetzt. An den Markttagen sogar mittwochs von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 16 Uhr. Mehrere Händler teilen sich die Buden, so dass es nach einigen Tagen immer wieder ein neues Sortiment zu entdecken gibt. Von Plätzchen über Pralinen, griechischen Ölen und gestrickten wärmenden Artikeln bis hin zu dänischen Kerzen, Spirituosen und Imkerei- Produkten reicht die Palette. Zusammen mit der Weihnachtsbeleuchtung und den weihnachtlichen Dekorationen in und vor den Geschäften wird es Weihnachtsstimmung auch in Coronazeiten geben.

 

Lange Einkaufsabende an Adventsfreitagen

In Vorbereitung hat Citymanager Philipp Springer zusammen mit den Händlern zudem vier lange Einkaufsabende bis 21 Uhr an den vier Freitagen vor Weihnachten. „Wir sind am Planen von Aktivitäten, die sich mit Corona vereinbaren lassen“.