Ausführlich wurde diskutiert und Ideen entwickelt
Ausführlich wurde diskutiert und Ideen entwickelt.
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Wenn die gut 40 Teilnehmer der Mobilitätswerkstatt Recht behalten, dann braucht sich in Gaggenau niemand mehr um Verkehrslärm sorgen, ist die Luft sauberer und gibt es mehr Grünanlagen aufgrund wegfallender Parkflächen. Unterwegs sind die Gaggenauer entweder mit dem Rad, dem Stadtbus, der die Stadtteile verbindet oder mit einem ausgeliehenen Fahrzeug.

Vergangene Woche hatte die Stadtverwaltung zu einer Werkstatt mit der Frage nach der Mobilität im Jahr 2030 in Gaggenau eingeladen. Ganz bewusst sollten die Teilnehmer, „Ideen spinnen“ und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dazu animiert wurden sie durch die Stadtplanerin Sonja Rube, die den Teilnehmern durch verschiedene Techniken Ideen entlockte. Anhand einer Reise in die Zukunft, bei der die Teilnehmer feststellen sollten, was sich in Gaggenau seit 2019 verändert hat oder auch wie sich das persönliche Mobilitätsverhalten geändert hat, wurden spontane Einfälle zusammengetragen. Weiter konnten die Bürger überlegen, welche Maßnahmen sie ergriffen hätten, wenn sie Oberbürgermeister gewesen wären. In einer weiteren Runde waren die Bürger, Gemeinderäte sowie Verwaltungsvertreter gefordert, sich in verschiedene Personen hineinzuversetzen und aus deren Sicht Fragen zur Mobilität zu beantworten. Dabei wurden Alltagssituationen dargestellt, die es mit Fantasie zu lösen galt. So wurde von Luftdrohnen, die Gepäck transportieren ebenso geträumt wie von autonom fahrenden Kleinbussen oder gar Seilbahnstationen. Schließlich wurde an Thementischen weitergearbeitet, an denen nochmals spezifisch über Fuß- und Radwege, den Öffentlichen Personennahverkehr, sowie die Lebens- und Mobilitätsqualität diskutiert wurde. An einem weiteren Tisch ging es um Fahrzeuge, Parken und Wirtschaftsverkehr. Die vielen Gedanken und Ideen wurden nicht nur schriftlich festgehalten, sondern von dem Grafiker Hanno Langfelder zudem in einer Grafik verbildlicht. Das bunte, wimmelbildähnliche Ergebnis zeigte die Zusammenhänge zwischen den Themen aber auch die Fragestellungen auf.

Die Werkstatt fand im Rahmen der Erstellung des städtischen  Mobiltästkonzeptes statt. In den vergangenen beiden Jahren wurden eine Bestandsaufnahme mit Verkehrszählungen, Haushaltsbefragungen, Durchgangsverkehrserhebung sowie Bürgerworkshops durchgeführt. Dabei wird die Stadt Gaggenau von dem Karlsruher Büro GEVAS begleitet.